3. Tag - mit Schreck in den Morgenstunden

Chamouilley
Tageskilometer 115 km
Fahrzeit 5:35h
Schnitt 20,27 km/h
Tageshöhenmeter 1057
Akku leer, 200 mtr vor dem Ziel! (gutes Timing, ga?)

Morgens das übliche: nicht sooo doll angestrengte Suche nach‘m Frühstücksgeschäft. Dann, als ich eins seh, beim Näherkommen, und den Mann da, der von der Türe wieder abdreht angehe ‚Ferme?‘ , der mit theatralischem Blicksenken und Armheben perfekt den Louis de Funes gibt, ‚Ferme!‘ verkündent, weiß ich, dass ich nun schon sehr in Frankreich bin.
‘n Weilchen später doch noch eins gefunden und mit Nü-Tell-Lah-Croissant in die Außenanlagen gezogen.
Mit der Heimat, Euch Beiden, Sonja + meinem Schatz telefoniert, während dann er auftauchte, the Lord of the Kakadu… Ich hatt' schon immer gehört „Papa, Papa…“ aber dann tauchte er auf, aus der Straße gegenüber 

Ein einziger Berg in der Ferne und der zieht mich unaufhaltsam an... 🙄
Zuvor hatte ich aber sowieso schon über 200 Hm eingesammelt. Aber wie... 😖
Mit ziemlicher Quälerei! Ständig schaltete der Fahrradcomputer ab. Die Abstände wurden immer kürzer. Ein E-Bike inclusive Akku ohne Funktion, beladen mit zwei gut gefüllten Packtaschen am Berg sind eine wahre Prüfung! Damit fährt man nicht nach Auvers! Ich tastete, zupfte an den Kabeln, vermutete dort einen Fehler. Bis ich feststellte, dass diese Abschalterei auch bei herausgenommen Computer auftrat.
Ich sah schon meine Tour gefährdet. Idee: irgendwie muss mit den beiden Tasten an dem Teil ja auch ein Reset zu bewerkstelligen sein. Und so ging's tatsächlich. Nachdem ich beide Tasten für ca 30 Sekunden gedrückt hatte, funktionierte wieder alles, als sei nie was gewesen...

Belohnung - tolle Aussicht bis wer-weiß-wo. Hab beim Halt für das Belohnungsfoto die Kuh da unten erschreckt, deshalb schaut die so bissi deppert. Ich meine vorwurfsvoll.

Und dann, der erste Hinweis auf Paris. Aber kein Eiscafe im Ort. Ich hatte noch ca 20 km zu fahren bis zu meinem Etappenziel.


Autobahnauffahrt, ganz eindeutig. Wurde sogar angehupt. Aber, so etwa 42 cm vor der Autobahn ging noch eine kleine Straße rechts ab, in die nur Befugte, und Radfahrer abbiegen durften.


Meine Haxe macht mir ganz schön zu schaffen. Hoffe, es ist keine Entzündung...

Aus der Ferne sah es aus wie ein Bauernhof, mit so einer Art Silo. Das ist aber die Abbey Saint-Pierre-et-Saint-Paul von Jovilliers.



Und noch 12 km...

Schöne Begrüßung von Madame im Les Lila Roses in Chamouilley

Sie hat mir dann auch einen Tisch reserviert, im Restaurant des Ortes. Aaah, endlich mal wieder gutes Abendessen!


Und Eis! Beim Beweisfoto für Sonja rutschte mir das Glas, an das ich das Handy angelehnt hatte, von Tisch. Da hatte ich dann erhöhte Aufmerksamkeit im Restaurant. Und die Kellnerin stellte mir dann, leicht energisch, die Menage an die Tischkante.
Aha, nächstes Mal weiß ich Bescheid..





Kommentare

  1. Verdientes Dinner

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  2. Wie schön, dass es neben viel Natur, süßen Kühen und einem traumhaften Empfang im Schlösschen 🎆 auch fürs Eisschlecken 😋 gelangt hat! Lass Dir‘s weiter gut gehen, lieber Radler 🚴‍♂️☀️💛

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