Die 1. Etappe - muss natürlich ein Kracher sein...

Kirkel

Dass es so ein Kracher ist, gefällt meiner Silvi natürlich gar nicht. Muss man hier aber jetzt gar nicht drüber reden… 😎

So sieht das aus:

Tageskilometer 159 km 
Fahrzeit 9:14h
Schnitt 17,31 km/h
Tageshöhenmeter 1516
Akku leer, ca 40km vor dem Ziel!

Schon oben, bei Hausen, hat's mich voll erwischt, mit einer, nee gleich mehreren ordentlichen Dreckduschen. Die Forstler waren da mit ihren Harvestern zugange gewesen, in dem nassen Waldboden. Und meine Route führte mich so von einer Suhle in die nächste. Hab dann meinen Weg oben über'n Taunuskamm gesucht und dann ein bißchen durch die Weinberge, eigentlich zur Ingelheimer Fähre. Die fuhr aber gerade ab und also ging's dann nach Rüdesheim.

Ein kleiner Pfad hatte mich zuvor von oben auf das Gelände der Anstalt am Hainerberg geführt, da hatte ich schon das erste mal nach dem Weg fragen müssen 😉

In Rüdesheim war immer noch schwer was los, von dem Motorradtreffen am Wochenende: die Promenade war noch gut gefüllt mit den tollsten Harleys, und es waren auch noch reichlich welche unterwegs. An der Fähre bin ich mit 'dem Biker-Pärchen ins Gespräch gekommen, die waren von den Socken, daß ich auf'm Rad nach Gibraltar will...


Der Himmel riß auf, und die Sonne kam hervor, auf der Fähre. Drüben in Bingen aber auch etwas der Wind. Ich folgte den Ideen meiner Navigation, aber immer auch wieder mal den Ausschilderungen auf meinem Weg, kam recht rasch nach Bad Kreuznach. Immer schön der Nahe entlang, mal nahe, mal nicht so sehr.


Der Wind ließ dann aber nach, leider aber auch die Sonne - die ließ sich zwar immer mal wieder blicken, aber hauptsächlich war es schon sehr bedeckt. Angenehmerweise aber ohne Regen.

Dann sammelte ich fleißig Höhenmeter. Ich fand es ratsam, mit dem Akku pingelig hauszuhalten. Dass ich da recht hatte, sollte sich später noch rausstellen 😳


Langsam wurden die Beine schwer, und als um etwa 16:00h der Akku am Ende war, musste ich mich entscheiden. Ich überprüfte meine Restroute und es stellte sich heraus, dass noch ca 40km anstanden. Nuja, das ist ja nicht soviel… 🙃 Ich wollte es versuchen, zumal ein Switch des Hotels ja auch nur dann machbar ist, wenn tatsächlich auch eins ‚vorbeikommt‘. Kam aber nicht. Man fährt da durch eine schöne Walachei. Durch Dörfer, wo man sich fragt, ob da überhaupt noch einer lebt.
Naja, irgendwann kam dann auch Kirkel. Das Hotel musste ich suchen, liegt ein bisschen versteckt. Da das ein Grieche ist, der Hotel und Gaststätte betreibt, war bei mir die Vorfreude groß gewesen. Aber, nix da: ‚Heute geschlossen‘, hieß es bei meiner Ankunft. Auch vom Hotelpersonal war weit und breit keiner zu sehen.
Ich konnte das Drama aber relativ schnell auflösen. Und kam, dank Lieferservice auch noch zu einem, naja, sättigenden Abendmahl





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