15. Tag - Borgueil noch…
Letztes Update: 24.06.24, 18:00hh
Chouzé-sur-Loire ✔️
Tageskilometer 50km
Fahrzeit 2:21h
Schnitt 20,96km/h
Tageshöhenmeter 132
Akku 57% ...jetzt 1109km von meinem Schatz entfernt.
Moin!
Ich sitz hier in einem Regenunterschlupf an der Straße, etwas unterhalb der Dammkrone. So kann ich nicht einmal auf den Fluß sehen, was die ganze Sache noch trostloser macht.
Ich hatte zwar vor, nicht besonders viel zu fahren, heute, weil ja Sonntag ist 😉 aber bis Bourgueil wollte ich schon kommen. Allermindestens…
Und dann wollte ich eigentlich, naja, ich glaube, die letzten zweieinhalb Tage fertig schreiben…
Ja, hatt ich für heute wirklich vor. Ich hatte mir so vorgestellt, daß ich Borgueil abklappere, da vielleicht noch 'nen Weinhändler besuche, oder zwei und dann dort in der Nähe in einer schönen Unterkunft die Füße hochlege und schreibe. Aber dann kam Regen, Kälte und, wie die letzten beiden Tage bereits, Gegenwind. Das hat mich ganz schön beschäftigt. Und nun häng ich endgültig furchtbar hinterher, mit meiner Schreiberei.
Das war am nächsten Morgen noch über von meiner schönen Flasche Wein. Da ich ja auch ganz gut mit Bier versorgt worden war, gab’s nur die Quittung: so ein bisschen brummte mir schon der Schädel.
Ich mach dann noch ein paar von dem Ort und dann ging’s weiter
Schnappschüsse, Schnappschüsse,
tolles Fahrradpflaster
die schönen Loire-Auen (hier gibt’s 'ne Aufnahme, von dem Froschkonzert)
Und die Brücke in Langeais
Die Regenstops häuften sich
Hübsche Gruß-Schilder halfen da auch nicht so besonders doll
Es wurde immer lästiger. Und hier entschloss ich mich dann nach über 20-minütiger Wartezeit, den Rest jetzt einfach runterzuprügeln: 24 km Sprint.
Von wegen runter! Da ging’s erst auch noch mal wieder rauf. Und das hier war dann die Belohnung für den Anstieg. Wie man sieht, rundum grau und regenverhangen.
Ganz genau genommen hat mich Borgueil dann auch nicht mehr interessiert. Gibt’s ja auch alles im Internet…🥸
Ich fand mein Hotel, man schien über mein Eintreffen etwas überrascht. Naja, wer rechnet schon damit, dass Sonntags Gäste auftauchen? Merkwürdig, ausgerechnet bei Griechen, denen man ausgeprägte Gastfreundschaft nachsagt, kam ich mir, nun, bestenfalls geduldet vor.
War dann schon auf dem Zimmer, mir war kalt, ich war nass, ich hatte schlechte Laune.
Durch Intervention des offenbar klugen Kopfes der Familie kam ich dann doch noch zu einem recht reichhaltigen Abendessen: Couscous.
Von diesem Tag kann man wohl alles behaupten, nur nicht, dass es ein Sonntag war. Diesen Namen hat er sich wohl zur allerletzt verdient. 👎



















😇superschön
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