Tag 38 - in die Wildnis

Letztes Update 11.07.24, 00:53h

El Real de la Jara ✔️

Tageskilometer 94km
Fahrzeit 4:18h
Schnitt 21,78km/h
Tageshöhenmeter 794
Akku 22%   ...jetzt 2853km von meinem Schatz entfernt

Guten Morgen! Es gibt Frühstück im Hotel, während im Fernseher die Live Übertragung aus Pamplona läuft. Da findet heute das allbekannte Stiere-durch-die-Stadt-treiben statt - gibt ganz sicher einen Begriff dafür, den habe ich gerade nicht zur Hand, ist noch zu früh…


Beim Frühstück kümmere ich mich um meinen Abschnitt heute, und als ich das Routing beisammen habe, kommt ein fast schon üblicher Hinweis. Ich staune immer darüber, was denn das für Eiergurkentouren werden sollen, wenn ich meine Planung auf drei Tage aufteile. Ich glaube, ich würde mich zu Tode langweilen. Womöglich kränke ich damit den ein oder anderen, aber nichts liegt mir ferner. Ihr müsst ja auch nicht nach Gibraltar.

Seit einer ganzen Weile schon, sicherlich schon weit über 100 km fahre ich auf der Nationalstraße 630. Mal auch mal ein kurzes Stück nebenher. Parallel dazu verläuft, ja tatsächlich, die A66. Ich will schon die ganze Zeit mal ein Bild machen, von Hinweisen auf die Auffahrten, aber es 'ging sich bis jetzt nicht aus'. Dies hier aber gefällt mir, weil da zwei Städte draufstehen, zu denen ich mir was denken kann. Wobei ich Cordoba wohl eher nicht besuchen werde. Vielleicht beim nächsten Mal.😂

Links Wein, rechts Weizen. Weizen taucht übrigens jetzt immer mehr auf. Insgesamt wie schon seit Tagen: endlose weiten. Ganz in der Ferne, Berge, mit denen man wohl nichts zu tun haben wird. Die Höhe on-the-Road ist immer noch um die 700 m

Wie gesagt, ab und zu geht’s durch ein Dörfchen,

und dann gibt’s wieder Weizen. Oft auch schon abgeerntet so wie hier. Woran erinnert mich dieses Ding da bloß, da war doch was? Willy, Kami, Hornak, wer war noch der vierte? War das Schumi? Naja, ist ne andere Geschichte… 🙄

Das Unkraut am Wegesrand. Oft genug wunderschön.

Jetzt war ich extra für dieses Örtchen abgebogen, aber kein Café, jedenfalls keins, das offen hat, war zu finden. Aus‘m Dorf raus, war dann auch der Asphalt verschwunden. 😳 Nicht das erste Mal allerdings, dass ich unverhofft auf völlig 'anderen’ Pisten lande

Tatsächlich kommt noch ein Dorf, und das hat ja einiges zu bieten, wie man hier sieht. Meine kleine Sophia wäre ja früher außer Rand und Band gewesen.

Café-mäßig muss ich immer noch warten und weiter auf die Piste

Aber dann – irgendwann…
Bevor ich die Extremadura verlasse folge ich doch noch mal den gutgemeinten Ratschlägen des Wirtes und versuche mal den Schinken, der hier überall in hauchdünne Schreiben geschnitten wird - und muss sagen, der ist schon köstlich.

Ich sitze hier an der Hauptstraße

und etwas später - Gott ist das heiß geworden, ich hätte nicht so lange Pause machen sollen - auch wieder drauf.
Knappe 30 noch bis zum Ziel. Ich hatte mich ein bisschen verkalkuliert – hatte gedacht, ich wär schon unter 20… 🙄 
Hier kommt aber ein schönes Schild. Das hilft…

etwas später gibt’s den Abzweig nach links.
Richtung Tagesquartier

Wieder so eine sogenannte Straße, die zum Teil ganz schön Schlagloch-gespickt ist. Meine sogenannte Problem-Tasche hängt sich ein ums andere mal aus. Und ich muss dann anhalten, um sie wieder reinzufutscheln. Erst schaffe ich das tatsächlich ohne abzusteigen, meinen Versuch, das auch während der Fahrt hinzukriegen, breche ich schnell wieder ab.?🙄

Weit und breit keine Menschenseele. Erst treffe ich zwei große Hunde, wovon der eine wie ein Schakal aussieht. Sie verhalten sich einigermaßen demutsvoll. Dennoch verzichte ich darauf, anzuhalten, um sie zu fotografieren… 
Dann steht mir eine kleine Rinderherde im Weg. Diesmal mache ich ein Bild, aus sicherer Entfernung. Meine Lage-Einschätzung: langsam und gleichmäßig durchfahren, dann vermeide ich auch mein 'Personal-Pamplona‘…
Auf der kleinen Brücke unten stehen zwei Kühe mit ihren Kälbern. Als ich zwischen denen durchfahre wird das eine Kalb etwas nervös. Der Bulle steht etwas abseits daneben und beobachtet mich. Und ich denke nur, hoffentlich ist das nicht seine Alte. 🤭
Alles bleibt ruhig und ich kann von dannen fahren.


Kurz darauf der Durchbruch – so sieht das doch aus oder? Da unten das da will ich hin…

Das ist El Real de la Jara. Und da soll mein Nachtlager sein.





Wollen wir mal zum täglichen Kanaldeckel übergehen?


Essen. Hier gibt es gleich das Spiel Spanien gegen Frankreich (Halbfinale). Den Fernseher hat der Wirt schon neben mir aufgehängt. Deshalb gucken die da drüben alle so. 
Als das Spiel losgeht, bin ich auch fertig mit Essen und ich geselle mich zu den inzwischen beiden da drüben an dem Barhocker Tisch

Halte durch bis zur Halbzeit, dann mache ich mich auf den Heimweg. Unterwegs gibt’s so eine Baumreihe mit einer lustigen Vogel-Kolonie, die ein Riesengezeter beim zubettgehen machen. Ich hab auch 'ne Tonaufnahme und ein Video gemacht.

Schnell noch mal das Haus abfotografieren, in dem ich heute sein darf. Innenhof mit Schlafstätten draußen – da hole ich meine Wäsche rein.
Und ansonsten ein paar Innenaufnahmen











Ja und die Innen-Aufnahme des Kühlschranks, mit allem, was man als gesundlebender Mensch so braucht.


Kommentare

  1. Wow der Kühlschrank ist ja richtig gut 👍 gefüllt

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